Marke am Gebrauchtmarkt

Cube gebraucht kaufen: die Baureihen und was sie noch wert sind

Cube ist am deutschen Gebrauchtmarkt die Marke mit dem größten Angebot, und genau das macht sie berechenbar: Zu fast jedem Modell gibt es Vergleichsangebote, an denen sich ein Preis festmachen lässt.

Zuletzt geprüft:

Preiskorridor gebraucht, Cube

  • nach 1 Jahr 66 – 76 %
  • nach 3 Jahren 47 – 57 %
  • nach 5 Jahren 32 – 42 %
  • nach 8 Jahren 20 – 28 %

Anteil vom seinerzeitigen Listenpreis, gepflegter Zustand, Stand der letzten Prüfung. Richtwerte für Deutschland und keine Preisauskunft zu einem einzelnen Rad; Ausstattung und Zustand verschieben die Spanne in beide Richtungen. Wie sich ein konkreter Preis herleiten lässt, steht unter Gebrauchtpreise einschätzen.

Cube baut in Waldershof in Oberfranken und verkauft über den Fachhandel und eigene Stores. Für den Gebrauchtkauf ist die entscheidende Eigenschaft nicht die Herkunft, sondern die Stückzahl: Cube-Räder sind in Deutschland so verbreitet, dass zu praktisch jedem Modell mehrere Angebote gleichzeitig online stehen. Ein Preis lässt sich damit nicht schätzen, sondern ablesen.

Einordnung: was die Marke über ein Rad verrät

Cube gehört zur Gruppe der großen Hersteller mit klassischem Handelsweg. Das bedeutet zweierlei. Erstens ist der Listenpreis, von dem der Restwert unten ausgeht, ein echter Fachhandelspreis mit Handelsspanne – der Abstand zum heutigen Gebrauchtpreis ist deshalb größer als bei einem Direktversender. Zweitens gibt es ein Händlernetz, das ein gebrauchtes Rad annimmt, auch wenn es nicht dort gekauft wurde.

Technisch ist Cube unauffällig im besten Sinn: Schaltung und Bremsen kommen von Shimano oder SRAM, die Motoren zum ganz überwiegenden Teil von Bosch. Proprietäre Sonderlösungen sind selten, und das ist der Punkt, der beim Gebrauchtkauf zählt – ein defektes Teil ist fast immer ein Normteil.

Die Baureihen und wofür sie gebaut sind

Die Modellnamen bleiben über viele Jahre gleich, sodass sich auch ein zehn Jahre altes Angebot noch einordnen lässt. Der Zusatz Hybrid steht bei Cube ausnahmslos für einen E-Antrieb.

Cube-Baureihen und ihr Einsatzbereich
BaureiheRadtypTypischer EinsatzBeim Gebrauchtkauf
Reaction, Aim, AnalogHardtail-MTBWald- und Schotterwegemeistverkaufte Reihe, bester Preisvergleich
Stereo, AmsFullyTrails, EnduroDämpfer- und Lagerspiel prüfen
Kathmandu, TouringTrekkingAlltag, ReiseNabendynamo und Lichtanlage testen
NuroadGravelSchotter, lange StreckenReifenfreiheit und Rahmenösen ansehen
Agree, AttainRennradStraßeSteuersatz und Rahmen auf Risse prüfen
Longtail, Cargo HybridLastenradTransport, KinderBremsen und Rahmenschweißnähte

Was bei einem gebrauchten Cube zuerst zu prüfen ist

  • Rahmennummer unter dem Tretlager: sie muss lesbar sein und zum Kaufbeleg passen. Fehlt beides, ist das Rad kein Kauf, sondern ein Risiko.
  • Akku auslesen lassen: bei jedem Hybrid-Modell. Bosch-Systeme geben Ladezyklen und Restkapazität aus, der Fachhändler macht das in wenigen Minuten.
  • Kettenlängung messen: über 0,75 Prozent ist die Kassette mit fällig. Das sind rund 120 bis 180 Euro, die in die Verhandlung gehören.
  • Fully-Lager bewegen: bei Stereo und Ams das Hinterbaulager ohne Last durchbewegen. Knacken oder Spiel bedeutet Lagersatz plus Einbau.
  • Markenspezifische Kleinteile: Schutzblechhalter, Akkuhalterung, integrierte Sattelklemme. Fehlt eines, ist die Nachbeschaffung bei älteren Baujahren die eigentliche Arbeit.

Vom Listenpreis zum Angebotspreis

Der Korridor oben gilt für ein gepflegtes Rad ohne fälligen Verschleiß. Er liegt bei Cube etwa einen Prozentpunkt über den allgemeinen Restwerten, weil die Nachfrage nach den bekannten Baureihen am Gebrauchtmarkt stabil ist und der Preisvergleich funktioniert. Vom so ermittelten Wert gehen die fälligen Posten ab: Kette und Kassette, Bremsbeläge, Reifen, beim E-Bike der Akku.

Ein Beispiel: Ein Kathmandu Hybrid mit 3.400 Euro Listenpreis, vier Jahre alt, Akku bei 78 Prozent Restkapazität. Restwert nach Alter etwa 40 Prozent, also rund 1.360 Euro. Abzüge: Kette und Kassette 150 Euro, Akkuabschlag 200 Euro. Ein Angebotspreis um 1.000 Euro ist damit begründet, einer um 1.600 Euro nicht.

Häufige Fragen zu gebrauchten Cube-Rädern

Ist ein gebrauchtes Cube eine gute Wahl?

Für den Gebrauchtkauf ist Cube eine der unkompliziertesten Marken überhaupt: hohe Stückzahlen, also viel Angebot und ein belastbarer Marktpreis, dazu fast durchgängig Normteile. Was bei Cube nicht besser ist als anderswo, ist der Zustand – die Marke sagt nichts über die Pflege des Vorbesitzers aus.

Wo steht die Rahmennummer bei einem Cube?

Unter dem Tretlagergehäuse, eingeprägt oder als Aufkleber mit Barcode. Bei E-Bikes steht dort zusätzlich oder stattdessen eine Nummer am Unterrohr. Lass sie dir vor dem Kauf im Foto zeigen und gleiche sie mit dem Kaufbeleg ab; wie das geht, steht unter Rahmennummer finden.

Welche Cube-Baureihe passt zu welchem Einsatz?

Reaction und Aim sind Hardtails, Stereo ist das Fully, Kathmandu und Touring sind die Trekkingräder mit Licht und Gepäckträger, Nuroad ist das Gravelbike und Agree beziehungsweise Attain sind die Rennräder. Der Zusatz „Hybrid" im Modellnamen bedeutet bei Cube immer E-Antrieb.

Wie alt darf ein gebrauchtes Cube E-Bike sein?

Entscheidend ist nicht das Alter des Rades, sondern das des Akkus. Bosch-Akkus lassen sich beim Fachhändler auslesen; unter 70 Prozent Restkapazität steht ein Ersatz an, der je nach Format 550 bis 900 Euro kostet. Ein sechs Jahre altes Cube mit frisch getauschtem Akku ist die bessere Wahl als ein drei Jahre altes mit dem ersten.

Gibt es für ältere Cube-Modelle noch Ersatzteile?

Für Verschleißteile immer, weil Cube Schaltung, Bremsen und Laufräder von Shimano, SRAM und den üblichen Zulieferern bezieht. Knapp wird es bei markenspezifischen Kleinteilen älterer Baujahre: Schutzblechhalter, Akkuhalterungen, integrierte Sattelklemmen. Vor dem Kauf lohnt eine kurze Suche nach dem konkreten Teil.